Soso. Das iPhone 4G hat also ein 326 dpi „Retina-Display“, das die Auflösung horizontal und vertikal im Gegensatz zu allen Vorgängern verdoppelt, die Pixelzahl also vervierfacht.
Und Steve hat gesagt, dass auch Alt-Apps davon profitieren, weil das Text-Rendering dann einfach feiner auflöst.
Aber warum sehen dann alle Textausgaben in auf 2x hochskalierten Alt-Apps auf dem iPad pixelig aus? Warum greift das hochauflösendere Font-Rendering dort nicht, warum werden die Pixel beim Textrendering dort einfach hässlich verdoppelt?
Hoffen wir, dass das iOS4-Update für das iPad hier entsprechend nachbessert.
… Vermutlich ist das aber eher eine Marketing-Entscheidung. Denn: Wenn Alt-Apps großgezogen noch halbwegs akzeptabel aussehen, ist der Leidensdruck evtl. nicht groß genug, neue Apps zu kaufen – oder auch nur zu entwickeln.
Frage an den eigenen Geisteszustand: Kann der Wunsch entstehen, vom bisherigen Mobilfunkprovider unter Portierung der Rufnummer (lies: MNP) zum selben (!) Provider “umzuziehen”? Und, falls ja: Funktioniert das? In kurz: Ja – und nein.
Im krassen Gegensatz zum fehlenden Bedarf an mobiler Telefonie steht der Spaß an technisch hochwertigem Spielzeug – seit Jahren schon. Es muss also jeweils ein ordentliches Gerät sein, das alles kann bis auf Kaffeekochen (und letzteres sicher nur deshalb nicht, weil die Designer dummerweise keinen Wassertank vorgesehen haben). Und so kaufe ich mir ja auch in diesen Tagen, wie anderweitig wortreich nachzulesen, das in Europa eigentlich (immer noch) nicht erhältliche Google Nexus One – um angesichts der Apple-Allmacht nicht die Perspektive zu alternativen Touchscreen-Betriebssystemen und deren Softwareangebot zu verlieren.
Allerdings: Deren per Default eingestellter, volumenbasierender Apotheker-Datentarif riss letztes Jahr beim testweisen Hochladen eines (!) Handyfotos nach DailyBooth eine breite, hoch zweistellige Schneise ins Mobilfunkbudget. Auch nach Wechsel auf den alternativ nutzbaren Minutentakt bin ich fest davon überzeugt: Nein, für die wenigen Momente, in denen ich mit dem Android-Boliden abseits von WLAN-Hotspots online gehen werde, taugt Simply für mich nicht: Ich will im 21. Jahrhundert weder auf die Onlinezeit noch allzu akribisch auf das entstehende Datenvolumen schauen müssen.
Die offensichtlichste Idee scheitert schon im Ansatz: Netzbetreiber T-Mobile bietet zwar die monatsgebührfreie web’n'walk DayFlat für schmerzliche 5 EUR pro Tag an. Diese lässt sich aber nicht auf eine normale Xtra-Prepaidkarte oder einen anderweitigen Mini-Laufzeitvertrag aufbuchen: Sie ist nur für mobile Internetnutzung mit UMTS/HSDPA gedacht – mit einer solchen SIM-Karte kann man schlichtweg nicht telefonieren.
Also – rein in die nächste Penny-Filiale, ein Starterpaket gekauft, zurück ans heimische Internet:
Des Rätsels Lösung: PennyMobil (wie übrigens auch ja! Mobil von Rewe) werden technisch von Simply abgewickelt. Sprich: Wo PennyMobil draufsteht, ist eigentlich Simply drin.
Flugs zum (Festnetz-)Hörer gegriffen – tunlichst nimmt man dazu nicht die 0900-”mach mich schnell arm”-Hotline von Simply, es tut auch die 0180-5-”mach mich nur ein bisschen arm”-Aktivierungshotline von PennyMobil. Denn merke: Letztlich landet man eh im selben Callcenter bei Simply-Konzernmutter Drillisch.
Traurige Gewissheit: Eine MNP-Rufnummernmitnahme klappt aus dem Grunde nicht, dass dies nur von Provider zu Provider spezifiziert ist – also ausdrücklich nicht “von Simply zu Simply”. Und umgekehrt: Obwohl es sich beim bisherigen und beim gewünschten Tarif letztlich nur um zwei unterschiedliche Simply-Produkte handelt – eine simple Umschaltung, am besten ohne Wechsel der bereits vorhandenen SIM-Karte, ist absolut nicht machbar.
Sprich: Die eigentlich bereits abgeschlossen geglaubte Suche nach einem D1-Anbieter mit akzeptablem Telefonie-Tarif und “einem bisschen mobilem Internet” ohne Mindestvertragslaufzeit ging in die Verlängerung – und die MNP-Rufnummernmitnahme zum zweitbesten Mitbewerber wurde getriggert. Von dort geht’s dann einen Monat später im zweiten Schritt “zurück zu Simply”, d.h. zu PennyMobil.
Bei dieser irrwitzigen Doppelaktion werden unweigerlich einmal 30 EUR MNP-Gebühr verbrannt. Was dabei alles schief gehen kann, gar nicht zu denken an die die daraus resultierenden zusätzlichen grauen Haare, lässt sich schwerlich beziffern.