#1 iErgonomy – typing ergonomy on iPhone / iPad

20. Juni 2010

Hong Kong, Österreich

16. Juni 2010

Würde man Elektronikzubehör von einem Ebay-Händler kaufen, der laut eigener Auskunft von Hong Kong aus liefert? Sicher nicht – sollte man meinen. Aber es gibt eine neue Masche – und ich bin prompt darauf reingefallen.

Ich war aus dem schieren „Reiz des Möglichen“ heraus auf der Suche nach einem Ansteckmikrofon für den iPod touch – und preiswert sollte es sein, es ist wirklich nur zum Spielen gedacht.

So fand ich eine Auktion für ein entsprechendes Mikro – nicht schön, aber billig. Wo steht das Ding?


Aha, in Österreich. Trotzdem Versandkosten inklusive? Naja, meinetwegen. Sieht der Händler seriös aus? Also, abgesehen von der etwas kruden Artikelbeschreibung?

Jawoll, hat eine satte Anzahl positiver Bewertungen. OK, OK, 1,1% nicht-positive Bewertungen sind bei 27760 (zwei hin, drei im Sinn) immer noch 305 – aber naja: Wenn die Auktion bei 1 Euro stehen bleibt, zur Erinnerung: inklusive Versand, kann man’s riskieren.

Aber überhaupt, warum bietet eigentlich niemand gegen mich? Vermutlich ist der Artikel zu popelig. Und siehe da – das Ding wechselt in der Tat für 1 EUR den Besitzer.

Aber warum geschieht die Kaufabwicklung in gebrochenem Englisch?

If you we are not satisfied with the product or service ,please contact
me and don't give us negative or natural feedback,We must give you a
satisfactory solution.

  We only ship to United States, Canada, United
Kingdom, Australia, Germany, Japan,we can't ship to other countries.

United States,United Kingdom,Canada,Australia,Japan:
   Receive item
within 21 Business Days,Many time delay by customs duty review

Germany:
   Receive item within 30 Business Days,Many time delay by
customs duty review

30 Tage?! Wird dieser Mini-Artikel irgendeinem Elefanten auf den Rücken geschnallt und selbiger über die Alpen getrieben?

Des Rätsels Lösung liegt viel näher:

Uh-oh – „Fast Versand Von Hong Kong, Österreich“. „Fast“ hoffentlich im Sinne von „schnell“, und nicht im Sinne von „almost“. *kopfkratz*

D’oh! Da bin ich also mal wieder auf einen Hong Kong-Ebay-Händler herein gefallen – der finanzielle Verlust hält sich mit einem Euro in Grenzen, und darauf wird die bundesdeutsche Zollbehörde sicherlich auch keinen Einfuhrzoll erheben. … Basierend auf der Theorie, dass der Artikel tatsächlich kommt. Ich halte Euch auf dem Laufenden.

Video bzw. Flash auf Mobilgeräten nicht verfügbar?!

13. Juni 2010

Oder: Warum YouTube-Videogucken am iPad ohne Flash unverhofft frustrierend werden kann.

Gesegnet mit Fußballdesinteresse und parallel zur WM gestraft mit ansonsten unerträglichem Fernsehprogramm machten wir aus der Not eine Tugend und schauten eine DVD – „Batman & Robin“ von 1997, mit der bezaubernden Alicia Silverstone als Batgirl.

Da sich YouTube-Videos überaus nett auf dem iPad anschauen lassen und selbiges gerade auf dem Wohnzimmertisch herumlag, wollte ich meiner besseren Hälfte nach Filmende kurz noch die drei Videos zu „Cryin’”, „Amazing” und „Crazy” von Aerosmith zeigen, durch die Miss Silverstone damals ja bekannt geworden war.

Leichter gesagt als getan: Google meldete die Videos zwar, die YouTube-Applikation fühlte sich aber völlig außer Stande, diese abzuspielen – aus eigener Kraft fand sie sie auch gar nicht. Es stellte sich heraus: Die Videos waren nicht für die Wiedergabe auf Mobilgeräten freigegeben. Man lasse sich das bitte auf der Zunge zergehen: Mein nicht-3G-fähiges iPad, das ich folglich ausdrücklich nicht als „Mobilgerät“ verstehe, verweigert trotz stationärem Betrieb am heimischen WLAN die Video-Wiedergabe. Fail!

Freundlicherweise lässt sich die YouTube-Website im mobilen Safari vom „Touch“- über den „Mobil“- in den „Desktop“-Modus versetzen – dann werden die fraglichen Videos gefunden. Win! Allerdings: Statt eines Play-Buttons zu zeigen, meldet Safari dann leutselig, dass zum Abspielen nunmehr der Adobe Flash-Player vonnöten sei. Fail! – UPDATE: Das passiert auch, wenn ich zuvor unter youtube.com/html5 das HTML- statt des Flash-Renderings aktiviert habe. Double-Fail!

Keine Chance also, die Videos doch noch anzuschauen, ohne ein Netbook, Laptop oder gar einen Desktop-Computer zu bemühen? Fast.

Die rettende Idee: Man nehme das Google Nexus One Handy – und dort unter Android 2.2 dieselbe Übung: YouTube-Applikation unkooperativ – daher YouTube im Browser aufrufen, in den Desktop-Modus wechseln, Video suchen und aufrufen. Und siehe da: Hier rettet Adobes Flash Player 10.1 Beta den Tag, der den YouTube-Flash-Videoplayer problemlos bildschirmfüllend abspielen kann.

Und so war das ausdrücklich einzige echte Mobilgerät wiederum das einzige, dass im stationären Betrieb die für mobiles Playback verbotenen Videos auf den Schirm zu bringen vermochte … Vom gewohnten Spaß beim Videoschauen am großen, brillianten iPad-Bildschirm war dabei natürlich nicht mehr viel übrig.

Danke, Apple! (not)