Archiv für die Kategorie „Musik“

Video bzw. Flash auf Mobilgeräten nicht verfügbar?!

Sonntag, 13. Juni 2010

Oder: Warum YouTube-Videogucken am iPad ohne Flash unverhofft frustrierend werden kann.

Gesegnet mit Fußballdesinteresse und parallel zur WM gestraft mit ansonsten unerträglichem Fernsehprogramm machten wir aus der Not eine Tugend und schauten eine DVD – „Batman & Robin“ von 1997, mit der bezaubernden Alicia Silverstone als Batgirl.

Da sich YouTube-Videos überaus nett auf dem iPad anschauen lassen und selbiges gerade auf dem Wohnzimmertisch herumlag, wollte ich meiner besseren Hälfte nach Filmende kurz noch die drei Videos zu „Cryin’”, „Amazing” und „Crazy” von Aerosmith zeigen, durch die Miss Silverstone damals ja bekannt geworden war.

Leichter gesagt als getan: Google meldete die Videos zwar, die YouTube-Applikation fühlte sich aber völlig außer Stande, diese abzuspielen – aus eigener Kraft fand sie sie auch gar nicht. Es stellte sich heraus: Die Videos waren nicht für die Wiedergabe auf Mobilgeräten freigegeben. Man lasse sich das bitte auf der Zunge zergehen: Mein nicht-3G-fähiges iPad, das ich folglich ausdrücklich nicht als „Mobilgerät“ verstehe, verweigert trotz stationärem Betrieb am heimischen WLAN die Video-Wiedergabe. Fail!

Freundlicherweise lässt sich die YouTube-Website im mobilen Safari vom „Touch“- über den „Mobil“- in den „Desktop“-Modus versetzen – dann werden die fraglichen Videos gefunden. Win! Allerdings: Statt eines Play-Buttons zu zeigen, meldet Safari dann leutselig, dass zum Abspielen nunmehr der Adobe Flash-Player vonnöten sei. Fail! – UPDATE: Das passiert auch, wenn ich zuvor unter youtube.com/html5 das HTML- statt des Flash-Renderings aktiviert habe. Double-Fail!

Keine Chance also, die Videos doch noch anzuschauen, ohne ein Netbook, Laptop oder gar einen Desktop-Computer zu bemühen? Fast.

Die rettende Idee: Man nehme das Google Nexus One Handy – und dort unter Android 2.2 dieselbe Übung: YouTube-Applikation unkooperativ – daher YouTube im Browser aufrufen, in den Desktop-Modus wechseln, Video suchen und aufrufen. Und siehe da: Hier rettet Adobes Flash Player 10.1 Beta den Tag, der den YouTube-Flash-Videoplayer problemlos bildschirmfüllend abspielen kann.

Und so war das ausdrücklich einzige echte Mobilgerät wiederum das einzige, dass im stationären Betrieb die für mobiles Playback verbotenen Videos auf den Schirm zu bringen vermochte … Vom gewohnten Spaß beim Videoschauen am großen, brillianten iPad-Bildschirm war dabei natürlich nicht mehr viel übrig.

Danke, Apple! (not)

Giftspritze Ralph Siegel

Montag, 31. Mai 2010

In Hinblick auf den seit Jahr und Tag schlechten Gesundheitszustand von Ralph Siegel (dem Vernehmen nach leidet er unter Prostata-Krebs) verbietet sich nun nach Lena Meyer-Landruths und folglich auch Stefan Raabs Sieg beim Eurovision Song Contest eigentlich jede feixende Schlammschlacht im Stile von “Ätsch, guck mal, geht auch ohne Dich”.

Aber der feine Herr lässt sich dieser Tage wie folgt zitieren: „Man sieht, dass man heute selbst mit einem kleinen markanten, süßen Stimmchen die Welt erobern kann.“

Und, der Gipfel des Realitätsverlustes: „Es handelt sich schließlich um einen Komponisten- und Texter-Wettbewerb [...].“

Und da Lenas Gewinnertitel „Satellite“ ein dänisch-amerikanischer Song sei, sei er, Ralph Siegel, weiterhin der einzige Deutsche, der mit Nicoles „Ein bisschen Frieden“ einen Siegertitel zu Stande gebracht hätte.

Prima – dann freuen wir uns halt kommendes Jahr auf den „Eurovision Song Composer Contest“ -  stimmt, wieso haben wir alle den Titel eigentlich noch nie korrekt gelesen?

Kurz noch zum vertiefenden Verständnis ein Auszug aus der Wikipedia zum Thema „Komponistenwettbewerb“:

Ein Kompositionswettbewerb ist ein Wettbewerb für Komponisten, der im Gegensatz zu einem „gewöhnlichen“ Musikwettbewerb nicht vor öffentlichem Publikum und zumeist in nur einer Runde stattfindet. Die Teilnehmer reichen eine (oder mehrere) Kompositionen in der geforderten Besetzung oder zu einem bestimmten Thema ein, welche von einer Jury bewertet werden.

Lieber Ralph Siegel – beim nächsten Mal nimmst Du dann bitte wieder am „Grand Prix der Komponisten“ teil – einfach mal klicken, dort gibt’s bestimmt auch eine Anmeldeseite.

UPDATE: Ja, ich habe verstanden, dass die komische Glastrophäe, die Lena kaum halten konnte, tatsächlich an die Komponisten und nicht an den Interpreten geht. Immerhin spannend, dass der Eurovision Song Contest scheinbar nur noch in der Wahrnehmung der einiger weniger Komponisten als Komponistenwettbewerb verstanden wird.

Androides Rumpelstilzchen mit Shazam

Freitag, 21. Mai 2010

Ich habe gerade ein halbes Stündchen mit Shazam für Android experimentiert. Die gefühlte Erkennungsquote auch bei wirklich uraltem Material liegt bei >95% im rumpelstilzchen-esken “Das hat Dir der Teufel gesagt”-Bereich.

Ich meine – hallali, auch bei so richtig unbekanntem Zeugs. Wer erinnert sich z.B. noch an den Titelsong der 2. Staffel “Big Brother” vor gefühlten 100 Jahren? Richtig – Shazam (nämlich Berger “Zeig mir Dein Gesicht”).

Üblicherweise muss man nicht mal bis zum ohrwurmigen Refrain warten, es genügen die wenig aussagekräftigen ersten paar Takte. Himmel, das chorige Intro von Stiltskins “Inside” könnte ich nicht mal selbst korrekt zuordnen, ohne zumindest bis zum Brachial-Einsatz zuzuhören. Im Irrtums-Fall hilft dann aber meist doch der Refrain, um eine Fehlerkennung entweder richtigzustellen oder zu einem korrekten “Was weiß ich denn” zu korrigieren. Aber das passiert auch bei so abstrusen Dingen wie dem “Terminator”- oder “Winnetou”-Titelthema erstaunlich selten.

… Gegenfrage: Was haben Quincy Jones und Jule Neigel gemeinsam? Stimmt: Shazam erkennt sie beide nicht. Aber Kudos: Auch “Let Your Love Flow” von den Bellamy Brothers wird vom Intro her ohne auch nur ein gesungenes englisches Wort korrekt erkannt – und nicht etwa zu “Ein Bett im Kornfeld” von Jürgen Drews. :-)