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	<title>GZB - Gero Zahns Blog &#187; Gesellschaft und Politik</title>
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	<description>... jetzt bloggt er auch noch ...</description>
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		<title>Angela Merkel und die c&#8217;t Schlagseite</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Sep 2010 11:07:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gero Zahn</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://blog.gerozahn.de/2010/09/angela-merkel-und-die-ct-schlagseite/" title="Angela Merkel und die c&#039;t Schlagseite"></a>Die renommierte Computerzeitschrift c&#8217;t des Heise-Verlages bringt als Cartoon jeweils die so genannte „Schlagseite“. In der aktuellen Ausgabe 21/2010 ist dabei eine strickende Seniorin auf einer Parkbank dargestellt, die im Begriff ist, von einer schwarz geschürzten Spezialeinheit (Zitat) „wegen des &#8230;<p class="read-more"><a href="http://blog.gerozahn.de/2010/09/angela-merkel-und-die-ct-schlagseite/">Weiterlesen &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://blog.gerozahn.de/2010/09/angela-merkel-und-die-ct-schlagseite/" title="Angela Merkel und die c&#039;t Schlagseite"></a><p>Die renommierte Computerzeitschrift <a href="http://www.ct.de/" target="_blank">c&#8217;t</a> des <a href="http://www.heise.de/" target="_blank">Heise-Verlages</a> bringt als Cartoon jeweils die so genannte „Schlagseite“. In der aktuellen Ausgabe 21/2010 ist dabei eine strickende Seniorin auf einer Parkbank dargestellt, die im Begriff ist, von einer schwarz geschürzten Spezialeinheit (Zitat) „wegen des Verrats brisanter Staatsgeheimnisse in Form getarnter QR-Codes“ inhaftiert zu werden.</p>
<p>Denn die Oma strickt gerade an einem Schal, und neben einem Entchen finden sich dort auch quadratische QR-Barcodes, die man primär aus der Android-Welt als Produktlinks kennt, und die sich z.B. mit dem <a href="http://de.androlib.com/android.application.com-google-zxing-client-android-xzA.aspx" target="_blank">Barcode Scanner für Android</a> auslesen lassen.</p>
<p><a href="http://twitter.com/GerZah/status/25521483849" target="_blank">Wie schon anderweitig getwittert</a>: Der abgebildete Barcode am unteren Ende des Schals sah mir doch gleich viel zu perfekt aus, als dass es sich dabei um zufälligen Pixelmüll hätte handeln können. Also, flugs das Nexus One und den Barcode Scanner angeworfen —</p>
<div id="attachment_888" class="wp-caption aligncenter" style="width: 430px"><a href="http://blog.gerozahn.de/wp-content/uploads/2010/09/6xyu.jpg"><img class="size-full wp-image-888 " title="c't QR-Barcode auf der Schlagseite in Ausgabe 21/2010" src="http://blog.gerozahn.de/wp-content/uploads/2010/09/6xyu.jpg" alt="" width="420" height="315" /></a><p class="wp-caption-text">c&#39;t QR-Barcode auf der Schlagseite in Ausgabe 21/2010</p></div>
<p>Hihihi &#8211; so, so: <strong>„Angela Merkel zieht sich abends ganz gerne mal ne Tuete rein.“</strong></p>
<p>Auhauerhauerha &#8230; Wenn das mal keinen Ärger gibt. <img src='http://blog.gerozahn.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':-D' class='wp-smiley' /> </p>
<p><a href="http://blog.gerozahn.de/?ibsa=share&id=887" id="share-link-">Share</a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Web 2.0-Doppelleben &#8211; oder: Wasch mich, aber mach mich nicht nass</title>
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		<pubDate>Sat, 15 May 2010 17:07:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gero Zahn</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich behaupte: Jeder von uns hat die eine oder andere Leiche im Keller. In meinem Fall: Ich war eine Zeitlang recht aktiv in einer Web 2.0 Community, genauer gesagt: auf YouTube, aber kaum jemand aus meinem realen Umfeld wusste davon. So wünschen es sich viele Web 2.0er - aber warum eigentlich?<p class="read-more"><a href="http://blog.gerozahn.de/2010/05/web-2-0-doppelleben/">Weiterlesen &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://blog.gerozahn.de/2010/05/web-2-0-doppelleben/" title="Web 2.0-Doppelleben - oder: Wasch mich, aber mach mich nicht nass"></a><p>Ich behaupte: Jeder von uns hat die eine oder andere Leiche im Keller. In meinem Fall: Ich war eine Zeitlang recht aktiv in einer Web 2.0 Community, genauer gesagt: auf YouTube, aber kaum jemand aus meinem realen Umfeld wusste davon. So wünschen es sich viele Web 2.0er &#8211; aber warum eigentlich?</p>
<p><span id="more-773"></span></p>
<p><a href="http://blog.gerozahn.de/2010/05/web-2-0-double-life/">(Would you rather like to read this article in English? Please click here &#8230;)</a></p>
<p>Fangen wir vorne an: Wie kommt man überhaupt dazu, sich im Web 2.0 einbringen zu wollen? Nun, vermutlich legt man irgendwann ein YouTube-Konto an, um einen Kommentar unter einem angeschauten Video hinterlassen zu können. Spätestens zu diesem Zeitpunkt hat YouTube den Status des bloßen &#8220;Funniest Home Video&#8221;-Spaßlieferanten verlassen &#8211; vielmehr hat man ein interessantes Video mit &#8220;echtem Inhalt&#8221; gesehen, dessen Autor man eine persönliche Rückmeldung hinterlassen möchte.</p>
<p>Und wenig später grinst einen die im Laptop-Deckel integrierte Webcam verlockend an &#8211; der Reiz des Möglichen ist geweckt: Wie wäre es, einen Kommentar nicht in Text-, sondern ebenfalls in Videoform zu platzieren? Denn: Wenn so viele andere die Trivialitäten oder Ärgernisse ihres Alltags vor laufender Kamera in Worte fassen können, dann kann es doch nicht so schwer sein, das auch zu machen.</p>
<p>Der Vorgang gleicht einer Mutprobe, die man vor sich selbst zu bestehen sucht. Nachdem die technischen Schwierigkeiten gemeistert sind, hat man unversehens sein erstes Video gepostet &#8211; ein Videolog, kurz &#8220;Vlog&#8221;. Sagenhaft: 35 Views &#8211; 10 davon vermutlich eigene ungläubige &#8220;Hey, ich bin im Internet!&#8221;-Testaufrufe.<br />
Ende der Geschichte &#8211; oder nicht? Nein, ganz im Gegenteil.</p>
<p>Denn: Wer waren eigentlich die anderen 25 Leute, die das Video gesehen und teilweise sogar kommentiert haben? Also folgt man interessiert den Textkommentaren zu deren Autoren und wiederum zu deren Videos &#8211; und schon beginnt die dem Web 2.0 innewohnende, unvermeidliche Clübchenbildung: Man diskutiert miteinander, schickt sich wechselweise weitere Videoantworten &#8211; und ein Augenzwinkern später ist man mittendrin in einem vollkommen neuen, virtuellen Freundeskreis von Leuten, die öffentlich über das Internet mit kurzen Videoclips miteinander kommunizieren.</p>
<p>Nun aber Ende der Geschichte &#8211; oder? Keinesfalls.</p>
<p>Irgendwann wird es unausweichlich, sich seiner Lebenspartnerin anzuvertrauen. Denn es wäre für beide Beteiligten sicher ein mehr oder minder traumatisches Erlebnis, wenn sie ihn unverhofft beim Videodreh ertappen würde. Allerdings offenbart sich hier die noch größere Mutprobe: Was wird die bessere Hälfte wohl sagen, wenn man ihr offenbart, dass man auf YouTube einen Haufen neue virtuelle Freunde gefunden hat, und dass man darüber hinaus noch sein eigenes Gesicht in Bild und Ton eben dort veröffentlicht? Glück gehabt: Zweifelndes Erstaunen weicht weitgehender Gleichgültigkeit &#8211; mit tolerierbarem Anteil von Sorge um die Privatsphäre.</p>
<p>In dieser Phase führt das Web 2.0-Mitglied bereits ein Doppelleben. Die Beichte der Gattin gegenüber war bereits ein schwieriges Coming-Out. Aber der Rest der Bekannten und Verwandten weiß noch rein gar nichts davon &#8211; und schon gar nicht der Arbeitgeber und die lieben Kollegen. Sicherlich, man macht ja nun wirklich nichts Verbotenes, aber trotzdem &#8230; Was dächten all diese Leute wohl, wenn sie wüssten, dass das neue Hobby damit zu tun hat, locker-flockig Meinungen zu beliebigen Themen vermeintlich anonym im Internet zu veröffentlichen?</p>
<p>&#8220;Anonym&#8221; ist hier das entscheidende Stichwort: Man wähnt sich in Anonymität. Aber im Vergleich zu einem schlichten Textblog wie diesem birgt die televisuelle Ansprache mit Gestik, Mimik, Versprechern, Kunstpausen usw. eine vollkommen andere Medienpräsenz. Selbst hart gesottenen &#8220;Look at me!&#8221;-Zeitgenossen wird es evtl. ein bisschen flau im Magen angesichts der Vorstellung, unvermittelt &#8220;gespotted&#8221; zu werden &#8211; sprich: von einem Bekannten des realen Lebens begrüßt zu werden mit den Worten: &#8220;Hey, ich habe Dein Video auf YouTube gesehen!&#8221;</p>
<p>Und so verstrickt man sich immer tiefer in seine selbsterwählte Schizophrenie: Auf der einen Seite die realen Bekannten und Verwandten, auf der anderen Seite das ständig wachsende Web 2.0-Umfeld. Die virtuelle Existenz dreht sich um immer größere Zahlen von Subscribern, Views und Friends &#8211; man dürstet nach immer mehr Web 2.0-Öffentlichkeit. Doch zugleich will man seinem realen Leben gegenüber die Anonymität wahren. Klarer gesagt verfährt man nach dem Motto: &#8220;Wasch mich, aber mach mich nicht nass.&#8221; Demzufolge wächst tagtäglich das Risiko, dass die beiden Realitäten sich im unpassendsten aller Momente zu nahe kommen könnten &#8211; mit völlig unvorhersehbaren Konsequenzen.</p>
<p>Die Lage ist verfahren. Entweder, man starrt weiter paralysiert wie das Kaninchen auf die Schlange &#8211; sprich: man wartet so lange, bis es irgendwann zur Katastrophe kommt. Oder, man beugt einem derart unfreiwilligen Outing durch ein eigenes umfassendes, öffentliches Coming Out vor. Aber will man wirklich, dass anschließend wer-weiß-wer in all den alten Veröffentlichungen stöbert und dabei völlig aus dem Zusammenhang gerissen eine jener vielleicht nicht ganz makellosen Videobotschaften zu Tage fördert, die man vor Jahr und Tag aus der Illusion der Anonymität heraus allzu jovial ins Netz gestellt hat?</p>
<p>Ich bin einen anderen Weg beschritten: Einen Reboot, wenn man so will. Ich habe mehr oder minder &#8220;von jetzt auf gleich&#8221; alle meine Web 2.0-Aktivitäten auf null reduziert. Mit etwas zeitlichem Abstand habe ich dann meine frühere, anonyme virtuelle Existenz zu Grabe getragen: Alle alten Beiträge von YouTube und anderen Portalen wurden nach Kräften entfernt, die damaligen Accounts wurden gelöscht. Anschließend habe ich gewartet, bis der Staub sich gesetzt hatte: Ich habe dem Web 2.0 hinreichend Zeit eingeräumt, mich bzw. mein früheres Alter Ego zu vergessen.</p>
<p>Nun beginnt mein neues virtuelles Leben &#8211; eines, das sich nicht mehr anonym vor dem realen Leben zu verstecken versucht. Auf Facebook beispielsweise stehe ich mit Reallife-Bekannten, Arbeitskollegen und einigen früheren Web 2.0-Buddies einhellig in Verbindung &#8211; die befürchtete Materie/Antimaterie-Explosion ist bislang ausgeblieben. Meine Web 2.0-Aktivitäten auf YouTube &amp; Co. werden ab sofort nicht mehr pseudo-anonym stattfinden, sondern sie werden für jeden offen gelegt, der es wissen will &#8211; insbesondere auch für Reallife-Bekannten.</p>
<p>Jedoch merke: Ein Medium, das einem immer größeren Personenkreis die Möglichkeit gibt, Inhalte zu veröffentlichen, führt erfahrungsgemäß nicht dazu, dass sich tatsächlich auch jemand für diese Inhalte interessiert. Ihr könnt Euch gewiss sein: Ich halte die Trivialitäten oder Ärgernisse meines Alltags, die ich in Blogs oder Vlogs zum Besten gebe, weder für pulitzer- noch für webby-award-verdächtig.</p>
<p>Trotzdem werden alle meine neuen Web 2.0-Beiträge ab sofort an der inoffiziellen Messlatte gemessen, die eigentlich jeder beachten sollte, der etwas von sich ins Netz zu stellen gedenkt: &#8220;Veröffentliche nichts, von dem Du es nicht ertragen könntest, es unverhofft überlebensgroß auf einer Plakatwand an auf einem belebtem Ort zu sehen.&#8221;</p>
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		<title>Web 2.0 Double Life &#8211; or: Wash me, but don&#8217;t make me wet</title>
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		<pubDate>Sat, 15 May 2010 17:07:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gero Zahn</dc:creator>
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		<description><![CDATA[I proclaim: Each and everyone of us has one or another corpse in the basement. In my case: For a while, I have been considerably active in a Web 2.0 community, more precisely: on YouTube, but almost nobody from my real-life environment knew about it. Often enough, this is the desire of a lot of Web 2.0 contributors - but why is that?<p class="read-more"><a href="http://blog.gerozahn.de/2010/05/web-2-0-double-life/">Weiterlesen &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://blog.gerozahn.de/2010/05/web-2-0-double-life/" title="Web 2.0 Double Life - or: Wash me, but don&#039;t make me wet"></a><p>I proclaim: Each and everyone of us has one or another corpse in the basement. In my case: For a while, I have been considerably active in a Web 2.0 community, more precisely: on YouTube, but almost nobody from my real-life environment knew about it. Often enough, this is the desire of a lot of Web 2.0 contributors &#8211; but why is that?</p>
<p><span id="more-777"></span></p>
<p><a href="http://blog.gerozahn.de/2010/05/web-2-0-doppelleben/">(Möchten Sie diesen Artikel lieber auf Deutsch lesen? Klicken Sie hier &#8230;)</a></p>
<p>Let&#8217;s start at the very front: Why would somebody want to become active in Web 2.0 in the first place? Well, at some point one perhaps creates a YouTube account to be able to leave a comment under a video he just watched. This clearly indicates that YouTube has finally left its state of being just the &#8220;Funniest Home Video&#8221; amusement provider &#8211; one might rather have seen a video with &#8220;real content&#8221;, so he would want to leave a personal response to its author.</p>
<p>A little later the webcam integrated into the laptop lid becomes rather tempting &#8211; suddenly the mere possibility seems to spread a little excitement: What if a comment could be placed not only in text form, but as well as a video response? Since so many others are able to put their daily annoyances and trivialities into words in front of a running camera, it shouldn&#8217;t be too hard to do it likewise.</p>
<p>The whole thing is more like a test of courage in front of nobody else but oneself. After mastering the technical difficulties, all of a sudden it just happens: One posts his first clip &#8211; a video log, or short: &#8220;vlog&#8221;. Awesome: 35 views &#8211; probably 10 of them resulting from one&#8217;s own unbelieving &#8220;Hey, I&#8217;m on the internet!&#8221; test calls.</p>
<p>End of story &#8211; or not? Quite the contrary.</p>
<p>And that&#8217;s why: Who might have been those other 25 viewers who watched the video and partly even commented? So one interestedly follows the text comments to their authors, and afterwards to their videos as well. Thus starts the Web 2.0 immanent and inevitable community build-up: People start to discuss, they post video responses in turn &#8211; and in a blink of the eye one finds himself in the middle of a completely new circle of virtual friends, communicating publicly over the internet through short video clips.</p>
<p>So, now that&#8217;s end of story &#8211; or isn&#8217;t it? No, not at all.</p>
<p>At some point it becomes unavoidable to entrust the domestic partner with all this. Because it might be sort of traumatic to both of them if she would catch him unprepared in the act of videomaking. Admittedly, this test of courage is an even bigger step to take: What might the significant other respond when one tells her that he has made a bunch of new virtual friends on YouTube &#8211; and that on top of that he is posting his own face in living pictures over there as well? Luckily, soon enough puzzled astonishment turns into extensive whateverism, with a tolerable dash of concern about the sphere of privacy.</p>
<p>During this phase, the Web 2.0 member is already living a double life. The confession towards the spouse was already a difficult coming out. But the whole rest of the friends and family does not yet know just anything about it &#8211; not to mention the employer and the dear co-workers. Certainly, one is not doing anything illegitimate at all, but nonetheless &#8230; What would all those people think if they knew that one&#8217;s new hobby is about publishing nonchalant speeches allegedly anonymously on the internet?</p>
<p>&#8220;Anonymous&#8221; is the crucial clue here. One believes himself in anonymity. But compared to an unpretentious text blog like this one, that kind of televisual performance including gesticulation, facial expression, slips of tongue, dramatic pauses, and whatnot creates a totally different kind of media presence. Even hard-boiled &#8220;Look at me!&#8221; representatives might feel a little bit uneasy about the notion of being &#8220;spotted&#8221; unexepectedly &#8211; in other words: to be greeted by a real-life acquaintance with the words: &#8220;Hey, I saw your video on YouTube.&#8221;</p>
<p>As a result of this, one enmeshes himself deeper and deeper inside his self-chosen schizophrenia. On one hand the real-life friends and family, on the other hand the ever-growing Web 2.0 environment. The virtual existence revolves about increasing numbers of subscribers, views, and friends &#8211; one is thirsting for more and more Web 2.0 publicity. But at the same time he is trying to protect his anonymity towards real-life. In other words: One acts along the lines of &#8220;Wash me, but don&#8217;t make me wet&#8221;. Consequently, the risk increases on a daily basis that both realities might converge in the worst of all moments &#8211; with completely unpredictable consequences.</p>
<p>Obviously, this is a deadlock. One could either remain paralyzed and gaze at the approaching snake like a rabbit &#8211; in other words: wait until the catastrophe eventually happens. Or, one could prevent such an involuntary outing from happening by a self-implemented, profound and public coming-out. But does one really want whosoever to burrow deep inside all those old publications, bringing to light one of those perhaps less than impeccable video messages completely out of context &#8211; that was jovially posted a year and a day ago from within the false illusion of anonymity?</p>
<p>I chose to take a different approach: A reboot, if you will. I reduced my Web 2.0 activities more or less to zero at one single dash. After a little distance of time I carried my old, anonymous virtual existence to its grave: All former contributions from YouTube and other portals were removed to the best of my abilities, those old accounts were deleted. Afterwards, I waited for the dust to settle: I gave Web 2.0 a fairly long time to forget about me, ie. about my former Alter Ego.</p>
<p>Now starts my new virtual life &#8211; one that does not try to hide anonymously from real life anymore. For example on Facebook, I have connected with real-life friends, colleagues, and some of my former Web 2.0 buddies &#8211; up to now, the greatly feared matter/anti-matter explosion failed to occur. My Web 2.0 activities on YouTube et cetera will from now on take place no more pseudo-anonymously, but they will be revealed to anybody who wants to know about them &#8211; especially as well to real-life acquaintances.</p>
<p>But note: As experience teaches &#8211; a medium that provides a facility to an ever-growing circle of people to publish content, this kind of mass publication does not necessarily lead to a corresponding group of other people who are actually interested in that content. Rest assured, I do not believe that the annoyances and trivialities of my life that I share as blogs or vlogs are actually pulitzer or webby award material.</p>
<p>Nevertheless: All of my new Web 2.0 contributions will from now on be measured against the inofficial yardstick &#8211; the one that everybody should actually keep in mind who plans to post a piece of himself on the internet: &#8220;Don&#8217;t publish anything that you could not stand seeing unexpectely larger-than-life on a billboard at a busy place.&#8221;</p>
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		<title>Kleine Datenkraken: Social Bookmarking Buttons</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Mar 2010 09:56:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gero Zahn</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://blog.gerozahn.de/2010/03/kleine-datenkraken-social-bookmarking-buttons/" title="Kleine Datenkraken: Social Bookmarking Buttons"></a>Schnell mal Problembewusstsein schaffen: Wer auf Google Analytics verzichtet, aber weiterhin Social Bookmarking Buttons a&#8217;la „AddThis“ oder „AddToAny“ in seine Homepage einbaut, hat bzgl. BDSG-Konformität leider noch nicht viel gewonnen. Was war nochmal das Problem mit Google Analytics? Dass IP-Adressen &#8230;<p class="read-more"><a href="http://blog.gerozahn.de/2010/03/kleine-datenkraken-social-bookmarking-buttons/">Weiterlesen &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://blog.gerozahn.de/2010/03/kleine-datenkraken-social-bookmarking-buttons/" title="Kleine Datenkraken: Social Bookmarking Buttons"></a><p>Schnell mal Problembewusstsein schaffen: <a href="http://blog.gerozahn.de/2010/03/piwik-web-analytics-ohne-ip-speicherung/" target="_blank">Wer auf Google Analytics verzichtet,</a> aber weiterhin Social Bookmarking Buttons a&#8217;la <a href="http://www.addthis.com/" target="_blank">„AddThis“</a> oder <a href="http://www.addtoany.com/" target="_blank">„AddToAny“</a> in seine Homepage einbaut, hat bzgl. BDSG-Konformität leider noch nicht viel gewonnen.</p>
<p><span id="more-639"></span></p>
<hr />
<p>Was war nochmal das Problem mit Google Analytics? Dass IP-Adressen (als personalisierte Daten) gesammelt und darüber hinaus auch noch an Dritte außerhalb europäischer Jurisdiktion herausgegeben werden. Das lässt sich nur verhindern, indem man als Website-Betreiber Google Analytics von der Website verbannt und fortan Web Analytics gar nicht mehr oder zumindest lokal und nur mit anonymisierter IP-Adresse betreibt.</p>
<p>Was ist aber mit diesen allüberall im Web anzutreffenden, superpraktischen &#8220;Bookmark&#8221;-Buttons?</p>
<p>Ein kurzer Abriss für diejenigen, die überhaupt nicht wissen, wozu die Dinger gut sind: In der Steinzeit des Internets sammelte man seine Bookmarks auf dem eigenen Computer und freute sich über seine virtuelle Schatztruhe an spannenden Websites. Natürlich konnte man eine URL mit dem Hinweis &#8220;&#8230; musst Du Dir unbedingt ansehen!&#8221; per E-Mail an Freunde weiterschicken, aber das war uncool. Zu dieser Zeit kamen &#8220;Tell-A-Friend&#8221;-Buttons in Briefumschlag-Form auf Webseiten auf, mit der man die aktuell betrachtete URL unter Angabe seiner eigenen und einer Ziel-E-Mail-Adresse bequem weiterleiten konnte. Aber das war immer noch unbequem.</p>
<p>Im Web 2.0, in dem sich für jede noch so abstruse Community-Idee sofort tausende Leute zusammenrotten, die das cool finden, kam dann das so genannte „Social Bookmarking“ auf. Dienste wie <a href="http://digg.com/" target="_blank">digg</a>, <a href="http://del.icio.us/" target="_blank">del.icio.us</a>, <a href="http://www.mister-wong.de/" target="_blank">Mr. Wong</a> und viele andere mehr dienen einerseits dazu, seine eigenen Bookmarks statt auf dem eigenen Computer immer verfügbar online im Internet zu speichern. In Zusammenhang mit der unvermeidlichen Community-Bildung, in der jeder gefriendete Buddy postwendend über die neuesten Aktivitäten informiert wird, trommelt man durch Hinzufügen eines Online-Bookmarks lesenswerte Surftipps direkt an seinen interessierten Freundeskreis weiter.</p>
<p>Unnötig zu sagen: <a href="http://twitter.com/" target="_blank">Twitter</a>, <a href="http://www.facebook.com/" target="_blank">Facebook</a> &amp; Co. machen das, zusätzlich zu den Spezialfeatures des jeweiligen Portals, beim Posten von Web-URLs haargenau so. Und so verwundert es nicht, dass <a href="http://www.sfgate.com/cgi-bin/article.cgi?f=/c/a/2010/02/14/BUU51C0AMN.DTL" target="_blank">laut aktuellen Studien</a> Facebook mitunter mehr Besucher auf bestimmte Webseiten leitet als der Suchmaschinengigant Google.</p>
<hr />
<p>Folglich kamen auf Seiten der Webmaster der Wunsch auf, es den Besuchern der eigenen Website so leicht wie möglich machen, die gerade betrachtete Website nicht nur per &#8220;Tell-A-Friend&#8221;-E-Mail weiterzuleiten, sondern mit so wenigen Mausklicks wie möglich im eigenen Twitter- oder Facebook-Profil zu veröffentlichen. Denn: Die aktuelle URL kopieren, ein neues Browserfenster öffnen, dort zu Twitter navigieren, die URL einkopieren, den Titel der Webseite dazu tippen &#8211; das ist viel zu umständlich. Mit Hilfe der APIs der Social Bookmarking-Dienste geht das viel einfacher: Man kann z.B. einen „Add to Twitter“- und/oder „Add to Facebook“-Button auf der Homepage platzieren &#8211; dieser erledigt o.a. Handlungsfolge wie von Geisterhand mit nur einem Mausklick. Also: Einen Button für Twitter. Und einen für Facebook. Und einen für Digg. Und einen für del.icio.us. Und &#8230; und &#8230; und &#8230;</p>
<p>Dummerweise weiß man als Website-Betreiber nicht unbedingt, welchen Bookmarking-Dienst die Besucher bevorzugen. Und mitunter ändern sich die APIs. Es ist also ein Hase- und Igel-Rennen, um einerseits so viele derzeit hippe Social Bookmarking-Buttons wie möglich auf der eigenen Website zu versammeln, und andererseits die zugehörigen API-Anbindungen aktuell und funktionstüchtig zu halten.</p>
<p>In diese Bresche springen Anbieter wie die eingangs erwähnten AddThis oder AddToAny &#8211; um nur zwei der bekannteren Dienste zu nennen, es gibt derer unzählige. Die Grundidee ist simpel: Statt sich selbst um die ganzen Buttons zu kümmern, bindet man nur einen etwas größeren „AddThis&#8221;- oder „Bookmark“-Button ein &#8211; und nach Klick darauf öffnet sich ein Auswahlfenster mit den derzeit meistgenutzten Bookmark-Diensten &#8211; und Dutzenden anderen, wenn man weiter nach unten scrollt. Das Ganze ist für den Webmaster in wenigen Minuten in die eigene Website eingebettet &#8211; und vor allem kostenlos.</p>
<p>Dabei weiß man doch: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Danaergeschenk" target="_blank">„Hüte dich vor den Danaern, wenn sie Geschenke bringen.“</a></p>
<hr />
<p>Problem dabei: Der Button liegt nicht auf dem eigenen Server, der Besucher holt also unfreiwillig Daten von einem externen Server ab. Das ist erst einmal noch kein Verbrechen &#8211; es kommt vor, dass man mal in eine Newsmeldung ein externes Bild einbettet (Obacht: Urheberrechte beachten!).</p>
<p>Jedoch: Sinn der Übung mit dem „Bookmark“-Button ist ja, dass er allgegenwärtig auf jeder einzelnen Seite eingebettet wird &#8211; klar, der Besucher soll ihn ja auf jeder Seite sofort anklicken können. Und hier bewegen wir uns aus extrem dünnes Eis: Ähnlich wie ein Web Analytics-Scriptlet, das auf jede einzelne Seite eingebettet wird, gelangt das fremde „Bookmark“-Scriptlet auf jede einzelne eigene Seite. Beim bloßen Laden der „Bookmark“-Grafik liefert der Besucher der eigenen Website also wiederum seine Verkehrsdaten, primär seine IP-Adresse, sekundär allerhand andere Konfigurationsdaten, bei einem wildfremden Dienst ab.</p>
<p>Sicher &#8211; wer liest schon Kleingedrucktes. Aber  wer es doch tut, der findet etwa in der <a href="http://addthis.com/privacy" target="_blank">Privacy Policy von AddThis</a> folgenden Passus:</p>
<blockquote><p>In addition, we collect certain information which cannot be used to personally identify any user, and which may be provided to third parties. Such non-personal data ordinarily includes non-identifiable aggregate, summary, usage data, and other behavioral data and may include, by way of example, statistics regarding total users, information regarding types of Internet browsers used by users, and behavioral usage patterns.</p></blockquote>
<p>Aha  &#8211; AddThis betreibt im Hintergrund also Web Analytics &#8211; und gibt diese auch an Dritte weiter. Pssst &#8230; Bei AddThis kann man sich diese sogar ansehen, wenn man sich die Mühe macht, sich nicht nur ein „Bookmark“-Scriptlet für die eigene Homepage generieren zu lassen, sondern sich zu diesem Zweck einen personalisierten AddThis-Account anlegt.</p>
<p>Weiter im Text &#8211; direkt im nächsten Satz steht:</p>
<blockquote><p>We also collect non-personal data about each user&#8217;s IP address to help diagnose problems with our servers, and to administer our website and Services.</p></blockquote>
<p>Blöd nur, dass IP-Adressen ja laut aktueller Rechtssprechung bereits persönliche Daten sind. &#8211; Wohlgemerkt: Wir reden hier noch nicht einmal von den Besuchern, die den „Bookmark“-Button tatsächlich anklicken. Wer auf diese Weise Informationen über sein Surf-Verhalten in Form öffentlicher Bookmarks auf einer Web 2.0-Community preis gibt, der hat bzgl. Datenschutz und Wahrung der eigenen Privatsphäre offensichtlich eine höhere Toleranzschwelle. Betroffen sind in diesem Fall vor allem diejenigen, die mit dem ganzen Social Bookmarking eigentlich überhaupt nichts zu tun haben, aber trotzdem ungefragt und unbewusst Informationen zu ihrem Surf-Verhalten an externe Dienste abgeben.</p>
<p>&#8230; AddThis ist hier nur exemplarisch genannt, das Problem besteht nach genauer Ansicht der jeweiligen AGBs ebenfalls bei anderen Social Bookmark-Button-Providern.</p>
<hr />
<p><strong>Lange Rede, kurzer Sinn:</strong>Wer einen Social Bookmark-Button auf seiner Homepage einbaut, der zwingt seine Besucher unbewusst dazu, seine IP zusammen mit den üblichen Web Analytics Daten an den dortigen Provider abzuliefern. Wenn dieser in seinen AGBs zugibt, dass IPs gespeichert werden, am besten noch im außereuropäischen Ausland, dann ist das vor dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) nichts anderes als die Verwendung von Google Analytics.</p>
<p>&#8230; Außer, dass Google viel größer ist und viel mehr Daten aggregieren kann. Insofern sind die Social Bookmark-Button-Provider aus meiner Sicht zwar vergleichsweise kleine, aber unzweifelhaft ebenfalls vielarmige Datenkraken.</p>
<hr />
<h3>UPDATE:</h3>
<p>Dank <a href="http://frankkoehl.com/2009/03/free-open-source-alternative-sharethis-addthis-addtoany/" target="_blank">Frank Koehl und seinem Artikel &#8220;Free and open source alternative to ShareThis, AddThis, AddToAny&#8221;</a> bin ich auf iBegin Share a/k/a <a href="http://www.enthropia.com/labs/share/" target="_blank">Enthropia Share</a> gekommen. Ähnlich wie beim Wechseln von Google Analytics zu Piwik ist iBegin Share ein OpenSource-Tool, das lokal auf dem eigenen Webserver installiert ist &#8211; also nicht irgendwohin „nach Hause telefoniert“.</p>
<p>Es <em>kann</em> Statistiken sammeln, man kann das aber per Mausklick deaktivieren (click!). Und: Ein WordPress-Plugin liegt freundlicherweise auch direkt vor &#8211; herrlich, das war einfach! Daher sind hier bei GZB die Share-Buttons nun blau statt orange.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Piwik Web-Analytics ohne IP-Speicherung</title>
		<link>http://blog.gerozahn.de/2010/03/piwik-web-analytics-ohne-ip-speicherung/</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Mar 2010 19:36:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gero Zahn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft und Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Technik - IT - Computerkrams]]></category>
		<category><![CDATA[Access]]></category>
		<category><![CDATA[Access Logs]]></category>
		<category><![CDATA[Analytics]]></category>
		<category><![CDATA[Anonymisierung]]></category>
		<category><![CDATA[BDSG]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesdatenschutzgesetz]]></category>
		<category><![CDATA[Google Analytics]]></category>
		<category><![CDATA[IP]]></category>
		<category><![CDATA[IP-Speicherung]]></category>
		<category><![CDATA[Log]]></category>
		<category><![CDATA[Logging]]></category>
		<category><![CDATA[Logs]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Gamnitzer]]></category>
		<category><![CDATA[Piwik]]></category>
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		<category><![CDATA[Webanalytics]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://blog.gerozahn.de/2010/03/piwik-web-analytics-ohne-ip-speicherung/" title="Piwik Web-Analytics ohne IP-Speicherung"></a>Melde gehorsamst: Das auf blog.gerozahn.de seit geraumer Zeit eingesetzte &#8220;Piwik &#8211; Open source web analytics&#8221; speichert seit heute die IP-Adressen meiner Besucher nur noch anonymisiert &#8211; und auch alle bisher gespeicherten IPs wurden nachträglich ebenfalls erfolgreich verkürzt. Wer die qualifizierte &#8230;<p class="read-more"><a href="http://blog.gerozahn.de/2010/03/piwik-web-analytics-ohne-ip-speicherung/">Weiterlesen &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://blog.gerozahn.de/2010/03/piwik-web-analytics-ohne-ip-speicherung/" title="Piwik Web-Analytics ohne IP-Speicherung"></a><p>Melde gehorsamst: Das auf <a href="http://blog.gerozahn.de">blog.gerozahn.de</a> seit geraumer Zeit eingesetzte <a href="http://piwik.org/" target="_blank">&#8220;Piwik &#8211; Open source web analytics&#8221;</a> speichert seit heute die IP-Adressen meiner Besucher nur noch anonymisiert &#8211; und auch alle bisher gespeicherten IPs wurden nachträglich ebenfalls erfolgreich verkürzt.</p>
<p><span id="more-586"></span></p>
<p>Wer die qualifizierte Fachpresse (nein, nicht <a href="http://www.computerbild.de/" target="_blank">Computer-Bild</a>, vielleicht eher <a href="http://ct.de/" target="_blank">c&#8217;t</a>) verfolgt, der weiß wie &#8220;Iieh-bah-bah&#8221; es in heutiger Zeit ist, IP-Adressen zu sammeln. Klar &#8211; teilweise kann man als Benutzer eines zentral administrierten Hostings-Pakets oder eines Managed Servers beim Provider seines Vertrauens gar nicht anders, denn die IPs wandern dort ja in der Regel brav in die Access Logs. Aber angesichts der heuer neu hochkochenden Diskussion hat auch dort bereits hier und da ein Umdenken eingesetzt, und einige Provider anonymisieren die Zugriffe bereits &#8211; d.h. packen keine vollständigen IP-Adressen mehr in die Logs.</p>
<p>Zur Erinnerung: Alles hängt ab von der Frage, ob IP-Adressen personen<em>bezogene</em> Daten sind oder nicht, in letzterem Fall also lediglich umständlich personen<em>beziehbare</em> Daten.</p>
<p>Die aktuelle Rechtssprechung deutet in erstere Richtung, d.h. sie seien personenbezogen &#8211; was vor allem bei festen IPs in Universitäten oder anderen Einrichtungen absolut nicht wegzudiskutieren ist. Bei täglich wechselnden dynamischen IPs beim DSL-Connect kann man darüber streiten, ob &#8220;personenbezogen&#8221; schon gegeben ist, wenn man im Ernstfall erst den Zugangsprovider zur Nennung des jeweiligen IP-Inhabers zu gegebener Zeit überreden muss. Nichtsdestoweniger: Die Gerichte entscheiden momentan vermehrt derart, dass IPs <em>in jedem Fall</em> personenbezogene Daten sind. Punkt, aus &#8211; damit müssen wir nun leben.</p>
<p>Wer als Betreiber einer Website nun Web Analytics betreibt, also Tracker-Code in die Webseite einbettet, um mehr über seine Besucher herauszubekommen (beispielsweise so etwas Lapidares wie Browserversion und Bildschirmgröße, gern aber auch Tiefergehendes wie Nationalität, Einstiegsseite, Verweildauer, angeklickte Links, Zugriffstrail und hassenichgesehn), der kommt dadurch allzu leicht in Teufels Küche. Vor allem, wenn er dazu <a href="http://www.google.de/intl/de_ALL/analytics/" target="_blank">Google Analytics</a> einsetzt.</p>
<p>Denn Google Analytics speichert IPs nicht nur &#8211; nein, diese werden sogar &#8220;außer Landes&#8221; geschafft &#8211; und zwar in die USA, die vor dem EU-Recht datenschutzrechtlich als Schurkenstaat angesehen werden müssen. Googles <em>&#8220;Don&#8217;t be evil&#8221;</em> hin oder her &#8211; aber dieses gebetsmühlenartig vorgetragene Mantra hilft einem mit Hinweis auf <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/bdsg_1990/BJNR029550990.html" target="_blank">das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG)</a> abgemahnten deutschen Website-Betreiber leider herzlich wenig.</p>
<p>Erste Idee: Verabschieden wir uns doch von Google Analytics und installieren wir ein Analyse-Tool direkt auf dem eigenen Server. Das Mittel der Wahl, weil nicht nur kostenlos, sondern sogar OpenSource, ist hier ausdrücklich <a href="http://piwik.org/" target="_blank">oben genanntes Piwik</a>. Das ist zwar nicht ganz so schlau wie Google Analytics &#8211; aber hochentwickelt genug für die meisten drängenden Fragen, was an der eigenen Website <em>&#8220;Hot&#8221;</em> oder <em>&#8220;not&#8221;</em> ist &#8211; und vor allem, wieso. Dummerweise sammelt Piwik ebenfalls IPs &#8211; und macht in der Basiskonfiguration auch keinerlei Anstalten, diese entweder zu löschen oder zumindest zu anonymisieren.</p>
<p>Als brauchbare IP-Anonymisierung ist akzeptabel, wenn aus der üblichen 111.222.333.444 die hinteren beiden Nummernblöche gestrichen werden. Aus dem resultierenden 111.222.0.0 lässt sich weiterhin der Zugangsprovider und die grobe geographische Herkunft des Besuchers ermitteln. Und mit der Browserkonfiguration plus gesetztem Tracking-Cookie lassen sich wiederkehrende Besucher trotzdem hinreichend gut wiedererkennen.</p>
<p>Genau dieser Idee hat sich <a href="http://martin-gamnitzer.de/" target="_blank">Martin Gamnitzer</a> verschrieben. Er hat ein erschreckend simples Piwik-Plugin entwickelt, das justament o.a. IP-Verkürzung realisiert. Dem Vernehmen nach wird das Plugin in erweiterter Form sogar im Lieferumfang der kommenden Piwik-Version 0.55 enthalten sein.</p>
<p>Wer wie ich auf dieser Website (und von Berufs wegen auch bei einem Sack voll anderer Portale) noch die aktuelle Piwik-Version 0.54 verwendet, geht wie folgt vor:</p>
<ol>
<li><a href="http://martin-gamnitzer.de/post/5/NoIpPlugin+v+0.2" target="_blank">Plugin herunterladen</a></li>
<li>Ins Plugin-Verzeichnis ./piwik/plugins auspacken</li>
<li>Im Piwik-Backend aktivieren</li>
<li>Fertig</li>
</ol>
<p>Oder nicht?</p>
<p>Das ist leider nur die halbe Miete. Korrekt: Alle neuen Besucher werden ab sofort nur noch mit verkürzter und damit wirksam anonymisierter IP geloggt.</p>
<p>Dummerweise hilft das rein gar nichts gegen die bereits in der Datenbank befindlichen Logs. Denn bis zur Aktivierung des Plugins hat Piwik ja munter IPs gesammelt &#8211; und denkt auch gar nicht daran, diese nachträglich zu anonymisieren.</p>
<p>Wer Zugriff auf seine Datenbank hat, <a href="http://www.phpmyadmin.net/" target="_blank">z.B. per phpMyAdmin</a>, sollte also unbedingt die gesammelten IPs nachträglich anonymisieren. Da die IPs freundlicherweise nicht in der ASCII-Schreibweise mit den Punkten, sondern vielmehr als Vier-Byte-BIGINT-Ganzzahl gespeichert sind, hilft eine einzige MySQL-Anweisung (dabei ggf. das Prefix &#8220;piwik_&#8221; an die eigene Installation anpassen):</p>
<blockquote><p>UPDATE piwik_log_visit<br />
SET location_ip=(location_ip &gt;&gt; 16 &lt;&lt; 16)<br />
WHERE 1</p></blockquote>
<p>Denn &#8220;&gt;&gt; 16&#8243; verschiebt die beiden höhersignifikanten Bytes nach rechts und schneidet dabei die beiden niedrigersignifikanten Bytes ab. Aus &#8220;111.222.333.444&#8243; wird also &#8220;0.0.111.222&#8243;.</p>
<p>&#8220;&lt;&lt; 16&#8243; zieht anschließend die beiden nun niedrigersignifikanten Bytes wieder an ihre ursprüngliche Stelle und zieht 16 blitzeblanke Null-Bits nach. Aus &#8220;0.0.111.222&#8243; wird folglich &#8220;111.222.0.0&#8243;.</p>
<p><em>Fertig, abputzen!</em></p>
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		<item>
		<title>iPad als persönlicher Computer für &#8220;Silver Surfer&#8221;</title>
		<link>http://blog.gerozahn.de/2010/02/ipad-persoenlicher-computer-fuer-silver-surfer/</link>
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		<pubDate>Thu, 04 Feb 2010 11:18:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gero Zahn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft und Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Technik - IT - Computerkrams]]></category>
		<category><![CDATA[50+]]></category>
		<category><![CDATA[iPad]]></category>
		<category><![CDATA[iPod]]></category>
		<category><![CDATA[PC]]></category>
		<category><![CDATA[Personal Computer]]></category>
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		<description><![CDATA[<a href="http://blog.gerozahn.de/2010/02/ipad-persoenlicher-computer-fuer-silver-surfer/" title="iPad als persönlicher Computer für &quot;Silver Surfer&quot;"></a>Allem Medien-Hype und der Frage &#8220;Ist das iPad der &#8216;Stein der Weisen&#8217; unter den Tablet-Computern oder nicht&#8221; zum Trotz stelle ich folgende These auf: Das iPad könnte sich für Gelegenheits-Internetbenutzer und die so genannten &#8220;Silver Surfer&#8221; der Benutzergruppe 50+ zum &#8230;<p class="read-more"><a href="http://blog.gerozahn.de/2010/02/ipad-persoenlicher-computer-fuer-silver-surfer/">Weiterlesen &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://blog.gerozahn.de/2010/02/ipad-persoenlicher-computer-fuer-silver-surfer/" title="iPad als persönlicher Computer für &quot;Silver Surfer&quot;"></a><p>Allem Medien-Hype und der Frage &#8220;Ist das iPad der &#8216;Stein der Weisen&#8217; unter den Tablet-Computern oder nicht&#8221; zum Trotz stelle ich folgende These auf: Das iPad könnte sich für Gelegenheits-Internetbenutzer und die so genannten &#8220;Silver Surfer&#8221; der Benutzergruppe 50+ zum echten PC &#8211; zum &#8220;persönlichen Computer&#8221; entwickeln.</p>
<p><span id="more-573"></span></p>
<p>Personen wie meine 70-jährige Mutter, die in ihrem Leben noch kein computergestütztes Gerät bedient hat, das komplexer war als ein Satellitenreceiver, werden wir sicher niemals zur Computerbenutzung bekommen. Aber stellen wir uns die technikinteressierten, aber gleichzeitig technikverängstigten Frauen und Männer der Ü50-Fraktion vor: Einige von ihnen würden vielleicht sehr gerne am Internet teilnehmen. Primär geht es dabei sicher um E-Mail-Kontakt zu Kindern, Verwandten und Bekannten. Aber darüber hinaus eben eventuell auch um Online-Shopping, Nachblättern im Seitenangebot der Stadtverwaltung, und gegebenenfalls sogar ein bisschen Facebook, Twitter &amp; Konsorten.</p>
<p>Was sollen wir computeraffinen &#8220;Jungschen&#8221; (wenn ich mich als &#8220;FaVi&#8221; mal frech ebenfalls hier einsortieren darf) solchen Leuten an die Hand geben? Idee: Einen normalen Computer von der Stange.<br />
Dafür müsste als erstes der Schreibtisch (sofern die &#8220;Zielperson&#8221; einen solchen hat) umgekrempelt werden: Da müssen Steckdosen her, und Platz für Monitor, Tastatur und Maus. Klar könnte das ein preiswerter Aldi-PC sein, aber dann fängt die ganze Geschichte mit Softwareverwaltung, Benutzerrechten, Mailclients, Add-ons, System-Updates, Virenscanner und <em>hast-du-nicht-gesehen</em> gerade erst an. Natürlich, alternativ könnte das auch ein Mac sein, der dem Vernehmen nach ja vor allem für Computer-Neulinge etwas intuitiver bedienbar sein soll. Aber ich als Grenzgänger zwischen den Mac- und Windows-Welten sage: Im Grunde genommen gibt sich das nichts. Mit dem Kauf ist es nicht getan: Für uns &#8220;helfende Hände&#8221; ist das ein lebenslanger &#8220;Du, mein Computer zeigt auf einmal sowas komisches an&#8221;-Frondienst.<br />
Darüber hinaus liegt die Herausforderung darin, dem zukünftigen Benutzer zuerst einmal die Maus-Feinmotorik beizubringen, und nicht zu vergessen die Grundlagen der elektronischen Datenverarbeitung: Wenn man einen Computer unvermittelt in einem Moment abschaltet, in dem der getippte Text noch nicht gespeichert ist, ist letzterer unwiederbringlich weg &#8211; und eventuell sogar das System beschädigt. Für uns ist das das Normalste der Welt &#8211; für jemanden, der einen halben Bogen Schreibmaschinenpapier vollgetippt hat, ein mitunter schwer zu vermittelndes Bedienparadigma.</p>
<p>Stellen wir uns aber einen potenziellen Ü50-Internetteilnehmer vor, dem wir ein iPad auf den Wohnzimmertisch legen. Das Gerät ist äußerlich wie innerlich schick, schnurlos, ultraportabel &#8211; und erfordert keinerlei Umräumaktion. Die Akkulaufzeit ist recht brauchbar, das Ladekabel oder -dock schnell an beliebiger Stelle installiert. Die vorinstallierten Anwendungen sind hinreichend leistungsfähig und für uns &#8220;Hilfs-Administratoren&#8221; in Windeseile vorkonfiguriert &#8211; und funktionieren hinterher im wahrsten Sinne des Wortes auf Fingerzeig. &#8220;Papa, wenn Du hier drauf tippst, siehst Du sofort, ob Du eine neue E-Mail von mir bekommen hast. Und wenn Du dann hier drauf tippst, kannst Du direkt darauf antworten. Und wenn Du Tante Lieschen eine E-Mail schicken willst, dann tippst Du erst hier und tippst dann nur auf &#8216;L&#8217;, dann übernimmt das Gerät die vollständige Adresse aus dem Adressbuch.&#8221;</p>
<p>Mit diesen drei Sätzen ist der Löwenanteil der E-Mail-Kommunikation eigentlich bereits erklärt. Auch das Surfen im Internet ist &#8220;dank&#8221; nicht nachinstallierbarer Plugins und ActiveX-Komponenten zwar limitiert (Flash fehlt in der Tat ungemein) &#8211; aber ein sehr überschaubares, minimales Risiko. Wenn man Vati später also per E-Mail einen Internet-Link schickt, mit dem Hinweis, einfach mal draufzutippen &#8211; klar, dann öffnet sich Safari und präsentiert die geschickte Seite in ganzer Pracht. Safari zumachen, zurück zur E-Mail &#8211; und die ist immer noch genau da, wo man sie hinterlassen hat. Merke: Ordentlich programmierte Anwendungen bedürfen keines Multitaskings.</p>
<p>Lange Rede, kurzer Sinn: Für einen &#8220;Silver Surfer&#8221; hat ein iPod touch genügend Funktionen, ist aber viel zu knibbelig klein. Ein ausgewachsenes iPad dagegen, das mit exakt denselben Funktionen aufwartet, stellt ein Gerät dar, das auch für absolute Neulinge, egal welchen Alters, einen intuitiv bedienbaren, haptisch erlebbaren und in weiten Strecken vollkommen frustfreien Einstieg ins Internet ermöglicht. Und den weitergehend Interessierten installiert man dann eben noch die entspechenden Apps für Facebook, Twitter &amp; Co., konfiguriert diese mit entsprechenden Benutzerdaten vor &#8211; und schon treibt sich manch ein Senior &#8220;wie ein Junger&#8221; im Internet und sogar im Web 2.0 herum.</p>
<p>Aus meiner Sicht wird das iPad daher der persönlichste Computer, den man sich aus heutiger Sicht nur vorstellen kann.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Joseph Jacksons ehrliche Antwort über seine Erziehungsmethoden</title>
		<link>http://blog.gerozahn.de/2009/12/joseph-jacksons-erziehungsmethoden/</link>
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		<pubDate>Sun, 06 Dec 2009 13:26:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gero Zahn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft und Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
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		<description><![CDATA[<a href="http://blog.gerozahn.de/2009/12/joseph-jacksons-erziehungsmethoden/" title="Joseph Jacksons ehrliche Antwort über seine Erziehungsmethoden"></a>Gerade sah ich in der Wiederholung des großen, von Johannes B. Kerner moderierten Sat.1-Jahresrückblicks 2009 das Interview mit Joeseph &#8220;Joe&#8221; Jackson, dem Vater des verstorbenen Michael Jackson. Auf JBKs Frage, ob er wirklich so ein strenger Vater war, und ob &#8230;<p class="read-more"><a href="http://blog.gerozahn.de/2009/12/joseph-jacksons-erziehungsmethoden/">Weiterlesen &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://blog.gerozahn.de/2009/12/joseph-jacksons-erziehungsmethoden/" title="Joseph Jacksons ehrliche Antwort über seine Erziehungsmethoden"></a><p>Gerade sah ich in der Wiederholung des großen, von Johannes B. Kerner moderierten <a href="http://www.sat1.de" target="_blank">Sat.1-Jahresrückblicks 2009</a> das Interview mit Joeseph &#8220;Joe&#8221; Jackson, dem Vater des verstorbenen Michael Jackson.</p>
<p>Auf JBKs Frage, ob er wirklich so ein strenger Vater war, und ob er Michael heute anders, d.h. weniger streng erziehen würde, sagte er sinngemäß, dass er heute weniger streng wäre, weil es heute ganz andere gesetzliche Regelungen und gesellschaftliche Normen gäbe &#8211; und überhaupt: Seine Frau und er hätten ja neun Kinder, das heißt, zu seinem damaligen Job als Kranführer wäre jahrelang die Doppelbelastung der Kindererziehung gekommen, das müsse man schon irgendwie verstehen.</p>
<p>Aha &#8230; Und jetzt auf deutsch, ein wenig spitzzüngig interpretiert:</p>
<p>&#8220;Also, damals hatte ich einen ziemlich schweren, stupiden Job &#8211; ich hatte Kraft in den Armen. Das waren ganz andere Zeiten &#8211; und es war gesellschaftlich total akzeptiert, Kinder zu verprügeln, wenn sie gehäuft auftraten und zu sehr nervten. Aber heute würde ich das nicht mehr machen &#8211; da könnte man ja Probleme mit der öffentlichen Meinung oder sogar dem Gesetz bekommen.&#8221;</p>
<p>Danke, Mr. Jackson Sr., für den öffentlich zur Schau gestellten Blick in Ihre elterliche Psyche.</p>
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		<title>Das böse, böse Paintball-Spiel</title>
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		<pubDate>Thu, 14 May 2009 15:04:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gero Zahn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft und Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Amokläufer]]></category>
		<category><![CDATA[Attentäter]]></category>
		<category><![CDATA[Paintball]]></category>
		<category><![CDATA[Völkerball]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://blog.gerozahn.de/2009/05/das-bose-bose-paintball-spiel/" title="Das böse, böse Paintball-Spiel"></a>Ich muss hier mal kurz einen Kommentar schreiben &#8211; auf die Gefahr hin, dass ich vieles von dem wiederhole, was andere Leute schon mal treffender gesagt haben: Schon als Kind habe ich Völkerball gehasst. Einerseits, weil ich immer abgeworfen wurde, &#8230;<p class="read-more"><a href="http://blog.gerozahn.de/2009/05/das-bose-bose-paintball-spiel/">Weiterlesen &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://blog.gerozahn.de/2009/05/das-bose-bose-paintball-spiel/" title="Das böse, böse Paintball-Spiel"></a><p>Ich muss hier mal kurz einen Kommentar schreiben &#8211; auf die Gefahr hin, dass ich vieles von dem wiederhole, was andere Leute schon mal treffender gesagt haben:</p>
<p>Schon als Kind habe ich Völkerball gehasst. Einerseits, weil ich immer abgeworfen wurde, aber vor allem, weil mir das ganze Konzept des Abgeworfenwerdens gegen den Strich ging. Der Titel &#8220;Völkerball&#8221;, so verhaftet er in unserer Schulsport-Kultur sein mag, impliziert ausdrücklich, dass da zwei &#8220;Völker&#8221; gegeneinander antreten und sich gegenseitig auszuradieren versuchen. Punkt. Niemand versuche bitte, mir Vorträge über den etymologischen Ursprung des Namens &#8220;Völkerball&#8221; zu halten. In die Tasche lügen könnt Euch selber.</p>
<p><span id="more-63"></span></p>
<p>Und Paintball ist nichts anderes als Völkerball. Und ich behaupte mal: Die Schul-Mobber, die damals beim Völkerball gewannen und Freude daran hatten, schwächere Völkerball-Spieler wie mich abzuwerfen, dürften heute genau so viel Spaß am Paintball haben, um wiederum langsamer reagierende Gegenspieler mit Farbe zu beschießen.</p>
<p>Allerdings muss ich hier eine Lanze für die menschliche Psyche brechen: Meines Erachtens wird niemand durch Völkerball oder Paintball zum Attentäter oder Amokläufer. OK, darüber kann vortrefflich am offenen Feuer die eine oder andere leckere Flasche Rotwein leerdiskutieren. Wie ein Zahnrad ins andere greift erreicht man hier dieselbe Diskussion um so genannte &#8220;Killerspiele&#8221;.</p>
<p>Ob man nun der Meinung ist, &#8220;Killerspiele&#8221;, Paintball oder Völkerball schüren Gewalt &#8211; ich meine, sie lehren eher den konstruktiven Umgang mit Aggression, weil man sich quasi spielerisch die Köpfe einschlägt, anschließend aber real an der Theke beim Bier bzw. auf dem Pausenhof bei der Schulmilch beieinander steht und nicht wirklich etwas an Leib und Leben passiert ist. &#8230; Sofern man nicht permanent verloren hat, klar: Ich glaube, der ewige Paintball- und Völkerball-Verlierer wird schon ziemlich gefrustet sein. Aber auch hier sehe ich geringes Potenzial zum anschließenden Griff nach echten Waffen. Dazu müssen sicherlich noch einige andere Aspekte zusammen kommen. Dies soll hier nicht das Thema sein.</p>
<p>Ich persönlich kann mir für meine eigene Person absolut nicht vorstellen, mit Spaß an einer Runde Paintball teilzunehmen. Genauso, wie ich schon damals in der Schule keine Lust auf Völkerball hatte. Weil ich konstant verloren habe. Und, für&#8217;s Protokoll, ich habe anschließend auch nicht zur realen Waffe gegriffen.</p>
<p>Der langen Rede kurzer Sinn: Egal ob Paintball als Erwachsener oder Völkerball im Kindesalter: Es muss doch andere Spielarten geben, die Hand-/Auge-Koordination und Reaktionsfähigkeit fördern, ohne dass das unterschwellige Ziel ist, gegnerischen Völker abzuschießen bzw. abzuwerfen. Vielleicht muss die Bevölkerung (Anwesende eingeschlossen) einfach mal wieder ein gewisses Grundgefühl für &#8220;das gehört sich&#8221; und &#8220;das gehört sich nicht&#8221; erlernen. Völkerball eingeschlossen.</p>
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