Vodafone Websessions: Gute vs. gut gemeinte Hinweisseiten

8. August 2010

Wenn das hier irgendwer von Vodafone liest (zwinker): Bitte tut irgendwas. Es ist ja gut gemeint, dass jeder neue Connect mich erneut darüber informiert, dass meine aktuelle Websession noch nicht abgelaufen ist und auch das Inklusiv-Volumen noch ewig reicht – aber in der Regel kann ich das doch recht gut selbst einschätzen.

Nicht so gut, also das Gegenteil von “gut gemeint” ist nämlich: Wenn mir z.B. am iPad mitten in einer längeren Twitter- oder Facebook- oder auch nur E-Mail-Session das UMTS wegbricht, wird der nur Sekunden später stattfindende GPRS-Reconnect als Neu-Connect verstanden – und sämtliche IMAP- oder App-API-Zugriffe verrecken mit “Häh? Nee, den Servernamen habe ich ja noch nie gehört.”

Denn: Ich muss wieder einen Webbrowser in die Hand nehmen, irgendeine beliebige URL aufrufen, die freundliche “Hey, schön, dass Du wieder da bist!” Meldung abwarten – und muss dann zurück in meine App … und darauf hoffen, dass die unfertige Session noch da ist.

Bitte, bitte, bitte – macht diese olle Infoseite abschaltbar. Wenn meine aktuelle Websession noch nicht alle ist, brauche ich darüber in der Regel keine Information. Wenn sie alle ist, ist es früh genug, mich zum kostenpflichtigen Nachlösen aufzufordern.

iMac + Mini-Tastatur + Magic Tackpad = ?

27. Juli 2010

Um nicht lange rumzueiern: Das ist das größte, genauso scheiße bedienbare, aber absolut nicht mehr transportable Laptop der Welt.

Mal ehrlich … Ihr habt mich schon laut und und farbenfroh über Apples miniaturisierte Aluminium-Tastatur meckern hören, die dem iMac beiliegt: Kein Zehnerblock, Funktionstasten nicht vom normalen Tastenfeld abgesetzt, Funktionstasten untereinander nicht in Vierergruppen voneinander abgesetzt, viel zu niedriger Tastenhub, folglich Tastenanschlag zwar auf Laptop-Niveau super, aber nicht für einen ausgewachsenen Schreibtischcomputer – lies: für einen Computer an einem ausgewachsenen Schreibtisch. … Aber OK, vermutlich bin ich der einzige, der sowohl den Zehnerblock als auch die Funktionstasten ernsthaft nutzt – eine andere Erklärung habe ich nicht.

Und jetzt noch die bekloppte Idee, statt einer Maus ein Magic Trackpad als (ggf. einziges) Eingabemedium an einen Desktop-Computer anzuschließen. Wir erinnern uns: Trackpads waren ursprünglich als Maus-Ersatz gedacht, da man an einem mobilen Computer ungern irgendein Gebammel anschließen will, geschweige denn in Waid und Flur eine Mausunterlage findet. Doch siehe da: Viele, viele Laptopbenutzer schließen, wenn der Kasten denn auf dem heimischen Tisch steht, eine echte Maus an – einige Laptops unterstützen die manuelle oder sogar automatische Deaktivierung des unseligen Trackpads, wenn eine Maus angeschlossen ist.

OK, OK, “unselig” sind die MacBook-Trackpads natürlich nicht – die Multitouch-Bedienung ist genial, und sei es nur die “Scrollrad”-Funktion ie. das Scrollen in Fenstern mit zwei Fingern – das mittlerweile auch allerhand Windows-Laptops kennen. Aber vermutlich bin ich der einzige, der gerne den Mauszeiger durch filigrane analoge Bewegung der Maus als solcher ernsthaft nutzt – eine andere Erklärung habe ich auch hier ich nicht.

Es beißt die Maus keinen Faden ab: Das Design eines Laptops mit einer miniaturisierten Tastatur zusammen mit einem Trackpad als Mausersatz in der Mitte der Handballenablage folgt unweifelhaft dem Paradigma “form follows function” – “die unvermeidliche Form (der Tastatur und des Mausersatzes) folgt der gewünschten Funktion (eines mobilen Computers)”.

Nicht so bei Apple: Hier gilt offensichtlich seit einiger Zeit allzu häufig das Paradigma “function follows form” – “die eingeschränkte Funktion (der minimalisierten Tastatur und des Mausersatzes) folgt dem gewünschten coolen Aussehen (des coolen Computers)”.

Lasst mich diesen Blog wie üblich mit den folgenden unsterblichen Worten beschließen:

Danke, Apple!

Pro7-Stick am Edimax 6200 ohne SIM-Lock

21. Juli 2010

Zwecks Urlaubs-Internet habe ich mir einen ProSieben WebStick inklusive einer ProSieben SIM Karte zugelegt – der ist derzeit für schlappe 29,95€ inklusive 5 EUR Prepaid-Startguthaben zu haben. Letztere funktioniert nach dem „WebSessions“-Prinzip (nur billiger) und ist via D2 CallYa nachzuladen -  also an jeder Tankstelle und an jedem Geldautomaten. Die Internetanbindung erfolgt also via Vodafones gut ausgebautem UMTS-Netz (was in Hinblick auf den Urlaubsort das Kaufkriterium war).

Der Stick sieht aus wie jeder andere HUAWEI auch – mit Slot für eine Micro-SD-Karte. Auf der Rückseite steht:

HUAWEI Mobile Connect
Model: E160E HSDPA USB Stick

Er benimmt sich auch exakt so: Beim ersten Anstecken an Windows wird eine gebrandete „Mobile Partner“-Suite installiert. Beim Anstecken an Mac OS X 10.6 „Snow Leopard“ scheitert die Installation.

Ausweg:

  • Man öffne das „Surf & E-Mail-Stick“-Icon mit der rechten Maustaste / „Paketinhalt anzeigen“.
  • Man hangele sich über „Contents“ nach „Resources“ und starte den Installer „Mobile_Connect_Drv_App.pkg” manuell.

… So ging das jedenfalls damals mit einem aus der Erinnerung baugleichen AldiTalk-/MedionMobile-Stick, diesmal habe ich es nicht bis zum Ende ausprobiert.

Aber wie auch immer – zwei wichtige Informationen:

  1. Der ProSieben WebStick läuft problemlos am 50€ Billig-3G-Router Edimax 3G-6200n – wenn man es durch die chaotische Edimax-Konfiguration geschafft hat, was zwar nicht trivial, aber auch nicht die Schuld des Sticks ist.
  2. Der Stick hat entgegen aller Aussagen keinen SIM-Lock oder Netlock.

Letzteres wirkt für den Feld-Wald-Wiesen-Endanwender nur so, weil nämlich der gebrandete „Mobile Partner“-Verbindungsmanager keine anderen Verbindungen (APN etc.) zulässt. Steckt man den Stick aber z.B. an den o.a. Edimax-3G-Router, lässt er sich problemlos zur Zusammenarbeit z.B. mit einer MedionMobile a/k/a E-Plus-Prepaid-Karte überreden. Dieselbe Konstellation funktioniert z.B. auch am Netbook unter EasyPeasy. Glaubt’s oder glaubt’s nicht – kein SIM-Lock.

Man wird sich also lediglich auf die eine oder andere Weise einen generischen „Mobile Partner“-Verbindungsmanager suchen müssen, der kompatibel zum o.a. HUAWEI E160E ist – und fertig.

Update: Dem Vernehmen nach tut’s auch MWconn – muss ich beizeiten testen, wobei das eher von akademischem Interesse ist, da der Stick ja bereits mit dem Router glücklich verheiratet ist.

Update 2: Die Pro7-SIM-Karte lässt sich nicht nur mit Vodafone CallNow- a/k/a CallYa-Guthabenkarten mit festem Wert zu 15, 25 oder 50 EUR aufladen – sondern ebenfalls mit beliebigen (Kleinst-)Beträgen per Banküberweisung.

Die Überweisung geht an (vgl. Prepaid Wiki):

  • Kontoinhaber:
    Vodafone D2 GmbH
  • Kontonummer:
    2508000
  • Bankleitzahl:
    30070010
  • Kreditinstitut:
    Deutsche Bank Düsseldorf
  • Verwendungszweck:
    Die bei SIM-Lieferung mitgeteilte „Rufnummer“ ohne Sonderzeichen,
    z.B. 015123456789

In meinem Fall war der am Freitag angewiesene Betrag von 5 EUR am darauffolgenden Dienstag gutgeschrieben und zur Buchung von Websessions nutzbar.